Zur Kritik am Bedingungslosen Grundeinkommen

Man muss sicher nicht das bedingungslose Grundeinkommen per se als ein sinnvolles Instrument zur Aushölung einer überkommenen, unmenschlichen und unökologischen Arbeitsideologie betrachten.

Allerdings wundere ich mich seit Jahren regelmässig mit welch kurzgriffigen Argumenten das BGE gerade auch seitens „fortschrittlicher“ Kräfte kritisiert wird: Die Gewerkschaften wittern Verrat am „Klassenkampf“, Feministinnen halten es für eine „Herdprämie“ und SozialpolitikerInnen sehen die soziale Sicherung bedroht.

Soeben lese ich in der „Zeit“ vom 5. Januar 2022 bei Anna Mayr, ein BGE diente den „Selbstverwirklichungsträumen der bürgerlichen Boheme“ auf Kosten der „Armen und Abgehängten“. Zeit also, auf meine ältere (Diskurs-) Analyse zur Kritik des Bedingungslosen Grundeinkommen zu erinnern, die sich fleissig und schematisch diesen Argumenten zuwendet. Die Empirie nährte meinen Verdacht, woher diese Ablehnung herrührt, ausgeführt im Artikel Versprechen, Verhaengnis oder Vorschein. Zur Kritik am Bedingungslosen Grundeinkommen, erschienen in der Zeitschrift WIDERSPRUCH 59/10

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